Bedenke wohl, die weisen Worte: alles ist nur Übergang ... , Foto: Carlosh, pixelio
In der heutigen lateinamerikanischen Gesellschaft sind die Guarani mit anderen indigen Völkern “Minderheiten” in vier Ländern. Argentinien, Bolivien, Brasilien und Paraguay.
Die Religion ist offenbar das Element, das sie aus ihrer Kultur auswählten, um sich weiter als Guarani betrachten zu können.
Kurt U. Nimuenaju schrieb Anfang des 20. Jahrhunderts in seinem Buch: “Rituale in den Religionen”:
“Die Guarani schreckt weder Fegefeuer noch Hölle, und über die Bestimmung, welcher seine Seele sich nach dem Tode verfällt, ist er über jeden Zweifel erhaben, sich im Klaren. Der Sterbende gibt also mit der größten Sachlichkeit seinen Hinterbliebenen die letzten Anordnungen, welche pünktlich befolgt werden, singt, bis die Stimme bricht, seinen Medizingesang …
… und weißt jeden tröstenden Hinweis darauf, das er vielleicht noch gar nicht sterben muss, unwillig zurück, ebenso die etwa zur Heilung gereichte Medizin. Er muss nicht nur, er will auch möglichst rasch sterben. Auch die Trennung von seinen Lieben fällt nicht schwer, …
… da ihm der Wiedergeburtsgedanke in Aussicht stellt, nach einiger Zeit wieder unter ihnen zu weilen.”




















