Trauerarbeit: “Ohne Trauer keine Power.”

Power, © Marem - Fotolia.com

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Jeder Mensch besitzt Kräfte genug, seine eigenen Probleme zu lösen und auf die ein oder andere Weise hat jeder von uns gelernt, mit seinen Schwierigkeiten umzugehen. Doch diese Kräfte müssen oft erst gelockert und befreit werden, da wir sehr in die gesellschaftlichen Gewohnheiten und Zwänge eingebunden sind. Ich gehe davon aus, dass wir Menschen in Familie, Freundeskreis und Arbeit eingebunden sind, doch wenn nur ein Teil sich verändert, kommt alles durcheinander.

Manchmal beutelt uns eine Krise so heftig, dass wir nicht ohne fremde Hilfe zurecht kommen. Wir Menschen machen früher oder später die Erfahrung, dass von uns geliebte Menschen/Tiere sterben. Während der Tod in vielen Kulturen keinerlei Schrecken beinhaltet und in so manchem (Natur-) Volk ein Grund ausgiebigen Feierns darstellt, tut sich insbesondere unsere westliche Welt mit diesem Thema doch arg schwer. Dass der Verlust einer nahe stehenden Person, eines Tieres durch Tod oder Trennung in uns Trauer auslöst, ist selbstverständlich. Wenn wir jedoch dadurch in ein tiefes Loch fallen, ist das etwas anderes.

Abschied ist Teil unseres Lebens und Loslassen bedeutet Veränderung, es ist gut dem zuzustimmen und nicht dagegen anzukämpfen. Trauer wird oft von einem großen Schmerz und Verlust begleitet. Diese Verlusterlebnisse können oft schon viele Jahre zurück liegen und durch einen aktuellen Anlass erneut aufbrechen, eventuell auch in einr Krankheit, z.B. Depression. Doch wo lebendige Trauer gezeigt wird, hat es die Depression schwer, denn Trauer ist das Gegenteil von Depression und mit Fühlen kann man dem Verlust leichter begegnen.

Trauer los werden? Im Gegenteil: “Ohne Trauer keine Power.” Wir brauchen unsere gut entwickelte Trauerfähigkeit, um aktuell aufkommende Trauer umwandeln zu können. Wir haben nichts davon die Trauer los zu werden, denn täglich gibt es die Herausforderung des “Werdens und Vergehens”. Unser Leben wird weitergehen, ob wir wollen oder nicht. Für das “WIE” müssen wir schon selbst Verantwortung übernehmen. Kreativ an die Gefühle heranzugehen, ist für den ein oder anderen ungewöhnlich, wenn nicht sogar fremd. Doch manchmal reicht “NUR” reden nicht aus, dann bringt kreatives Arbeiten mit Farbe, Musik, und Bewegung zum Vorschein, was durch Worte nicht immer möglich ist. Denn manchmal fehlen uns genau die.

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