Vier Pfoten auf dem Weg zur Regenbogenbrücke

Regenbogen - © Antony McAulay, Fotolia.com

Regenbogen - © Antony McAulay, Fotolia.com

Es ist schwer, und doch ist es so: mein Tier ist krank. So krank, dass ich dabei bin, mich von ihm zu verabschieden, obwohl es mir noch viel zu jung zum Sterben scheint. Ich höre diverse Meinungen dazu.

Die mich am meisten erstaunenden sind die, dass “wir” zwar den Zeitpunkt manchmal (mit-)bestimmen, aber die Tatsache als solche sei ohnehin GANZ SICHER. Und dass es schwerer sei, wenn ein Tier stirbt, weil ein Tier IMMER vorbehaltlos seine Zuneigung zeigt/gibt. Es bekommt Fressen und Zuwendung und gibt so viel mehr dafür als es ein Mensch vermag.

Ich bin dankbar für die Zeit, die wir haben durften. Und es tut weh, dass diese Zeit nun fast zu Ende ist. Ich wünsche meinem Tier sehr, dass es so wenig wie möglich leidet. Und ich weiß, dass die jetzt so augenfälligen Schmerzen dann jedenfalls nicht mehr da sein werden. Außer bei mir. Und die, die es kannten – die hätten uns auch etwas anderes gewünscht. Aber das ist wohl auch bei todkranken Menschen immer wieder so. Ich hoffe sehr, dass es ihm BALD gut geht – dort, auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke.

Lesezeichen setzen:
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Live
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • Technorati
  • TwitThis
  • Yigg
  • De.lirio.us
  • Google
  • LinkArena
  • Webnews.de
  • YahooMyWeb
  • Furl
  • MisterWong
  • blogmarks

9 Kommentare

  • Thomas Brückmann Thomas Brückmann

    Hi etolm,

    es klingt komisch, aber es ist tatsächlich so, dass wir bei einem geliebten Tier ähnlich emotional trauern, wie bei einem Menschen.

    Was für ein Tier hast Du denn?

    Ich kenne die Regenbogenbrücke zwar nur für Kaninchen und Hasen, aber bestimmt dürfen dort auch anderen Tiere weiter leben. :-)

    Gruß,
    Thomas

  • Für alle, die mit der Regenbogenbrücke nichts anfangen können, hier das Gedicht im englischen Original und eine deutsche Übersetzung. Der Autor des Gedichts ist offenbar nicht bakannt …

    Und wie gehts denn nun deinem Tier, etolm?

    The Rainbow Bridge

    inspired by a Norse legend

    By the edge of a woods, at the foot of a hill,
    Is a lush, green meadow where time stands still.
    Where the friends of man and woman do run,
    When their time on earth is over and done.

    For here, between this world and the next,
    Is a place where each beloved creature finds rest.
    On this golden land, they wait and they play,
    Till the Rainbow Bridge they cross over one day.

    No more do they suffer, in pain or in sadness,
    For here they are whole, their lives filled with gladness.
    Their limbs are restored, their health renewed,
    Their bodies have healed, with strength imbued.

    They romp through the grass, without even a care,
    Until one day they start, and sniff at the air.
    All ears prick forward, eyes dart front and back,
    Then all of a sudden, one breaks from the pack.

    For just at that instant, their eyes have met;
    Together again, both person and pet.
    So they run to each other, these friends from long past,
    The time of their parting is over at last.

    The sadness they felt while they were apart,
    Has turned into joy once more in each heart.
    They embrace with a love that will last forever,
    And then, side-by-side, they cross over… together.

    © 1998 Steve and Diane Bodofsky. All Rights Reserved.

    ——————————————————-

    Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben
    nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der Brücke liegt
    ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.

    Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
    geht es zu diesem wunderschönen Ort.
    Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken,
    und es ist warmes schönes Frühlingswetter.

    Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
    Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
    Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
    Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen,
    die sie auf der Erde so geliebt haben.

    So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
    bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
    Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!
    Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
    Die Füße tragen es schneller und schneller.
    Es hat Dich gesehen.

    Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen,
    nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest.
    Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder,
    und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres,
    das so lange aus Deinem Leben verschwunden war,
    aber nie aus Deinem Herzen.

    Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens,
    und Ihr werdet nie wieder getrennt sein…

  • Danke für diesen “Quellen-Text”, der mich wieder etwas versöhnlicher stimmt mit diesem Bild von der Regenbogenbrücke, mit dem ich “zwischendrin” so garnichts mehr anfangen konnte. Er lässt ebenso wie ich offen bzw. “nichtöffentlich”, um was für ein Tier es sich handelt – so können dort offenbar wirklich alle Arten von Tieren friedlich und schmerzfrei miteinander sein :) .

    Meinem Tier habe ich Anfang Dezember mein Herz weit geöffnet, um es von seinen Schmerzen zu trennen – leider hatte das zur Folge, dass nun ich die Schmerzen habe, weil das Herz ja in mir ist. Ich finde es immer noch schwer auszuhalten – nicht immer, aber immer mal wieder gehe ich nachsehen und mich überzeugen, dass es nie wieder um die Ecke kommt, um die es zuletzt so oft gekommen ist. Statt dessen hat es mich unerwartet vorhin bei einem sehr ergreifenden Gottesdienst “angeschaut”. Ich bin schon auch dankbar um die Zeit, die wir miteinander haben durften. Los- und Gehenlassen finde ich dennoch immer noch eine von den schwersten Übungen überhaupt. Und doch gehört es (im doppelten Wortsinn) zum Leben dazu.

    • Hallo etolm,

      sorry, dass ich mit dem Regenbogenbild so garnicht Ihren Geschmack getroffen habe … Gott sei Dank, haben Sie sich dadurch nicht vergraulen lassen. :-)

      Dass mit dem Loslassen verstehe ich gut. Als unser Hund eingschläfert werden musste, war das einer meiner hilflosesten Momente. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute!

    • Grimore Grimore

      Auch ich habe meinen liebsten Begleiter Mischlingshund “Rex” nach 14 wunderschönen Jahren loslassen müssen. Ich vermisse ihn so sehr. Wenn ich nach Hause komme in eine leere Wohnung – kein Leben, alles trostlos. Ich werde nicht mehr begrüßt, es ist einfach nur schlimm. Ich kann es einfach nicht fassen – ich muss immer nur noch weinen, um meinen geliebten Hund. Vor einem Jahr hatte er unter dem rechten Vorder-Fuß einen bösartigen Tumor, der wurde entfernt, aber nach einem Jahr bekam er erneut einen Tumor zwischen den Krallen. Er wurde mit Tabletten schmerzfrei behandelt und er war quicklebendig trotz seines schon hohen Alters. Seit nun draußen Salz und Splitt gestreut wurde, platzte dann der Tumor auf und so wurde er noch einige Wochen behandelt und verbunden – bis vorige Woche. Am 28. Januar 2010 mußte ich
      dann doch Abschied nehmen, leider für immer.

  • Hallo zurück,
    nicht IHRE Auswahl war das “Problem”, sondern das “innere” Bild, was mir Schwierigkeiten machte – und was in der Titelangabe ja quasi “automatisch” das Regenbogenbild suggerierte. Es war vielmehr so, dass ich durch den von Ihnen hinzugefügten “Quelltext” versöhnlicher wurde mit dem inneren Bild :) .

    Ich finde dieses Blog immer noch eine sehr gute Einrichtung und freue mich, dass es nach wie vor online ist – es klang ja am Anfang eher nicht so, als würde ich hier länger partizipieren dürfen. Ich schaue immer mal wieder hier vorbei und finde es hilfreich, auch zu lesen, was Andere so schreiben.

  • Manuela Manuela

    Als ich diese Zeilen gelesen habe, liefen bei mir wieder die Tränen. Denn auch ich musste mich von meinen geliebten Weggefährten im letzten Mai trennen. Ich habe immer überlegt, ob ich den Weg zum Tierarzt nehmen sollte, denn ich wußte, es wird der letzte Weg für ihn sein. Noch immer höre ich sein weinen im Auto, noch immer werde ich Nachts wach, wenn ich von ihm träume. Mein Ino fehlt mir noch heute so sehr. Doch ich weiß, dort, wo er jetzt ist, hinter der Regenbogenbrücke, da ist er glücklich und vor allem gesund. Und ich weiß, eines Tages werde ich ihn dort wiedersehen, so wie auch alle anderen Hundefreunde die ich hatte.

  • Lydia Lutz Lydia Lutz

    Ich mußte mich kurz vor Weihnachten von meinem Hund trennen. Er hat mich 15 Jahre lang treu begleitet. Ich muß zugeben, wir hatten unsere Anfangsschwierigkeiten, denn er war ein sehr dominantes Tier – ein Alphahund. Für uns war er der 1. Hund und wir haben bestimmt sehr viele Fehler gemacht, aber er war treu und gutmütig, eine Seele von Hund.

    Er hat mich in der schwersten Zeit meines Lebens begleitet, nachdem mich mein Mann nach 30 Jahren Ehe verlassen hatte. Wie oft habe ich meine Gesicht in seinem weichen Fell vergraben, wenn wieder mal die Tränen kamen. Ja, wir waren Verbündete, denn eigentlich war es “sein” Hund, aber auch ihn konnte er anscheinend schnell ersetzen.

    Ich werde die Trennung von meinem Mann wohl niemals wirklich verarbeiten können, aber ich lerne damit zu leben. Ich hatte den Eindruck, dass mein Hund so lange bei mir blieb, bis er das Gefühl hatte, jetzt schaffe ich es ohne seine Hilfe. Klingt irgend dumm, ich weiß, aber dieses Gefühl habe ich! Als dann seine Kräfte zu Ende gingen, bin ich an seiner Seite geblieben. So wie er mich begleitet hat, habe ich ihn auf seinem letzten Weg begleitet. Es war schwer, sehr schwer, aber das war ich ihm schuldig.

  • [...] Ich bin dankbar für die Zeit, die wir haben durften. Und es tut weh, dass diese Zeit nun fast zu Ende ist. Ich wünsche meinem Tier sehr, dass es so wenig wie möglich leidet. Und ich weiß, dass die jetzt so augenfälligen Schmerzen dann jedenfalls nicht mehr da sein werden. Außer bei mir. Und die, die es kannten – die hätten uns auch etwas anderes gewünscht. Aber das ist wohl auch bei todkranken Menschen immer wieder so. Ich hoffe sehr, dass es ihm BALD gut geht – dort, auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke. [...]

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Benötigte Felder sind markiert mit *

*
*

Beitrag weiterempfehlen

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann empfehlen Sie ihn weiter! Hier können Sie ganz einfach eine Empfehlung per E-Mail verschicken. Bitte füllen Sie alle mit * markierten Felder aus. Nach Wunsch können Sie auch noch eine zusätzliche Nachricht anfügen.

Weiterempfehlen
  1. *
  2. *
  3. *
  4. *
  5. Captcha
 

cforms contact form by delicious:days