Danke Klara

Astrid Spengler - Unendlich Klara

Astrid Spengler

Ich bin eine Mutter, die ihr Kind viel zu früh wieder gehen lassen musste und habe dadurch ganz plötzlich und absolut unerwartet Berührung mit den Themen “Tod, Abschiednehmen, Loslassen” bekommen.

Meine Tochter Klara wurde im Oktober 2006 in der 31.  Schwangerschaftswoche per Notfallkaiserschnitt geboren. Nach nur 12 Tagen entschied sie, dass ihre Aufgabe in dieser Welt erfüllt ist.

Ich bin den Weg des Abschiednehmens und auch den durch die Trauer sehr bewusst gegangen. Und das von Anfang an. Mir sind viele wundersame und wunderbare Dinge dabei begegnet, für dich ich sehr dankbar bin und die mich unwahrscheinlich “reich” gemacht haben. Oft sage ich dann einfach nur “Danke Klara”.

Meine eigene Erfahrung ist, dass sich der Mut lohnt, auch den schmerzhaften Weg des Abschiednehmens bewusst zu gehen.

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3 Kommentare

  • Gabriele Gabriele

    Das ganz kurze Da-Sein und das Gleich-wieder-gehen meines Kindes hat mir nach der Trauerzeit (die lange währte) eine unbeschreibliche Kraft gegeben. “Unbeschreiblich”, weil diese Energie anderen suspekt erschien und wohl nicht “angebracht” war.

    Auch hat der Vater des Kindes seine Trauer nicht zugelassen oder ausgelebt und wir waren danach alle jeder für sich und allein.

    Nach (nun schon) 30 Jahren denke ich immer noch darüber nach, ob wir damals vielleicht gar nicht die Eltern für dieses Kind gewesen wären, die es gebraucht hätte…? Ob es das gespürt hat?

  • Astrid Spengler Astrid Spengler

    @ Gabriele
    Ich bin der festen Überzeugung, dass jedes Kind sich seine Eltern aussucht. Ebenso wie ich mir sicher bin, das jedes Kind eine Aufgabe hat- egal wie lange, oder kurz es bei uns sein darf und will und kann.

    Auch in mir ist durch die Trauer und den bewussten Umgang mit meiner Klara eine Kraft gewachsen, die kaum jemand in meinem Umfeld für möglich gehalten hätte. Danke Klara!

    Väter trauern anders- auch das kann eine Chance für eine Beziehung sein, daran zu wachsen. Den anderen seine eigenen Weg gehen lassen und trotzdem da sein, zusammen sein und zusammen gehen.

    Vor 30 Jahren ist denke ich ähnlich wie auch vor 10 Jahren noch ganz anders mit dem Tod eines Kindes umgegangen worden. Nach meinem Gefühl entwickelt sich derzeit eine ganz andere, neue Trauerkultur und damit auch ein Platz für Sternenkinder.

    • Gabriele E. Gabriele E.

      Sternenkinder! Liebe Astrid, mit diesem Wort sprichst Du mir aus der Seele. Genau diese sind es, die unsere Welt leuchten lassen. Sie leuchten durch die Herzen ihrer Eltern. Ganz gleich, wie Vater oder Mutter mit der Trauer leben, ihr Sternenkind bringt immer ein ganz persönliches Leuchten zu deren Seele, und die spürt das Licht.

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