
Regina Kopp
Ein plötzlicher Schlag zerriß unsere gemeinsame Zeit
und auch die vielgelebte Fröhlichkeit.
So vieles wollten wir noch zusammen erleben
dein Herz aber fühlte schon ein anderes Streben.
In dem Vakuum deiner stummen Worte
prallte meine Hilflosigkeit an eiserne Pforte.
Eine tiefe Liebe löste dann meinen stechenden Schmerz
und ich schenkte dir mein ganzes Herz.
Die Stille kann ich nun fast körperlich spüren
tief und tiefer möchte ich hinein in sie fühlen
mich fallen lassen in unbekannte Weiten
mir selbst wieder entgegen schreiten.
Es erfasst mich ein wissend Erstaunen
alles wispernd in erkennendem Raunen;
sinke nun in mein verwobenes Herz
vergangen ist jedweder Kummer und Schmerz.
Deine Seele beleuchtet heiter meinen neuen Weg
all meine Liebe ich dir zu Füßen leg.
Ich danke dir für das Geschenk meines Lebens.
Und weiß, nichts was wir erlebten, war vergebens!
12.10.2008





















Liebe Frau Kopp,
Ihr Gedicht gefällt mir sehr gut. Mich beeindruckt es sehr, wie Sie sich auf diese berührende Weise mit Ihrem Verlust auseinandersetzen. Verraten Sie uns die Geschichte hinter Ihrem Blogger-Namen “kaiserin47″? Der hat mich neugierig gemacht …
Viele Grüße
Michael Bachmann
Guten Tag lieber Herr Bachmann, ganz herzlichen Dank für Ihren netten Kommentar; ich war einige Tage verreist und habe erst jetzt Ihren Kommentar und Ihre Frage gelesen. Warum interessieren Sie sich insbesondere für meinen Blogger-Namen? Dieser ist aus meinen Geburtsdaten (Quersumme) und im Zusammenhang mit dem Crowly-Tarot entstanden – allerdings in weiblicher Anpassung (Kaiser / Kaiserin), etc.
Mit fast sonnigen Grüßen
Regina Kopp
Hallo kaiserin74,
danke für die Erklärung, mich hatte der ungewöhnliche Name einfach interessiert. Allerdings kenne ich das Prinzip des Crowly-Tarot nicht. Sind das diese Karten, und wenn ja, hat das dann eine tiefere Bedeutung oder ist das eher ein Spiel? Wie würde ich wohl danach heißen? Die Quersumme meiner Geburtsdaten ergibt 104 (wenn ich statt 1966 nur 66 rechne).
Viele Grüße
Michael Bachmann
Liebe Regina,
das ist ein wunderbares Gedicht. Es hat mich sehr berührt. Auch ich hatte zu meiner Mutti ein sehr inniges Verhältnis. Ich konnte mir erst gar nicht vorstellen, einmal ohne sie zu leben. Die Ärzte sagten, ich soll lernen loszulassen.
Ich muß ihnen sagen, ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie ich das machen sollte. Ich wollte mich mit der Tatsache nicht abfinden, dass es eines Tages meine Mutti nicht mehr geben wird. Nun ist sie schon 5 Jahre tot. Sie starb im Alter von 89 Jahren. Ich war immer bei ihr bis sie friedlich einschlief. Ich erfüllte ihr noch einige Wünsche, die die Familie betrafen. Dann sagte sie, “komm Mädel, wir gehen jetzt heim”.
Heute denke ich mit viel Liebe und Dankbarkeit an meine Mutti zurück. Sie wird mir immer im Herzen sein. Die Ängste, die ich immer um sie hatte sind verschwunden. Regelmäßig gehe ich einmal wöchtenlich zum Friedhof. An das Garb, wo meine Mutti und mein Mann (verstorben 2006) zusammen liegen. Auch ich weiß, das ich einmal mit ins Grab hineinkomme, dann sind wir alle wieder vereint.
Ob es so dann so ist, weiß ich nicht. Aber ich klammere mich an den Gedanken und kann so weiterleben, ohne Angst vor dem Tod zu haben. Entschuldigen Sie bitte, das ich ihnen so meine Gedanken äußerte, aber mir war so danach. Jetzt geht es mir wieder besser.
Liebe Grüße
Rosi