(Eine wahre Geschichte aus Unterfranken)
Meine Großeltern waren auf dem Nachhauseweg von einer Tanzveranstaltung im Rahmen des Kirchweihfestes unserer fränkischen Kleinstadt. Dort hatten sie einen vor kurzem verwitweten Bekannten getroffen, und zwar in Begleitung einer ausgesprochen feschen, jungen Dame.
Meine Oma fragte Opa nachdenklich:
“Karl, wann iech emoa schdarb, heiescht da dann aach widder?” (“Karl, wenn ich mal sterbe, heiratest Du dann auch wieder?”) Woraufhin mein Opa grinsend antwortete:
“Oh, Teresla, schdarb öescht emoa, noat sammer weiter”
(“Oh, Therese, sterb’ erst einmal, dann sehen wir weiter”).
Oma hat es wohl darauf nicht ankommen lassen. Sie überlebte ihn knappe 27 Jahre.




















