Abschied vom Rauchen

Eine letzte Zigarette

© Gyross - aboutpixel.de

Das Rauchen begleitete mich seit meinem 13. Lebensjahr, damals war es der Einstieg um dazuzugehören. Die Älteren haben schließlich auch geraucht. Ich gehörte dazu. Meine Umgebung rauchte schließlich immer und überall. Später mit Zwanzig habe ich mir mal den Kopf kräftig angestoßen und danach tatsächlich 2 Jahre einen Bogen um jeden Glimmstängel gemacht.  Es schmeckte mir einfach nicht mehr. 

Ich wurde Opfer einer Party, die mich bierselig und letztendlich erfolgreich wieder nach einer Kippe fragen ließ. Im Beruf ging es oft heiß her und so rauchte ich auch dort. Oft fungierte die Zigarette als Räucherstäbchen und glimmte unbenutzt vor sich hin.

Später mit Ende Zwanzig blieben die Horrormeldungen “Rauchen ist schlecht für die Haut”, nicht ohne Wirkung. Das Grauen grobporiger Haut war wirklich bedrohlich. Seitdem kontrollierte ich kritisch mein Hautbild und kaufte mir porenverkleinerde Cremes.

Interessanterweise war der gesundheitliche Aspekt nie wirklich wichtig. Es gehörte eher zum schwarzen Humor, beim morgentlichen Husten, Witze darüber zu machen. Selbst ein Besuch der Körperwelten hinterließ nicht den zu erwartenden Effekt beim Anblick von geteerten Raucherlungen.

Letztendlich habe ich einfach aus Liebe wegen meines Nichtraucherpartner aufgehört und es nie bereut. Ich wollte Ihn nicht zuräuchern und seine Gesundheit nicht gefährden. Das was Bücher und viele mögliche Anlässe nicht erreichen konnten, funktionierte eigentlich von selbst.

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3 Kommentare

  • nica nica

    Jaja, die Raucherei… Ist auch für mich ein großes Mysterium. Nach mehreren Jahren als “Gelegenheitsraucher” bin ich doch irgendwann wieder in den Zwang geraten, einfach ganz selbstverständlich immer wieder neue Kippen zu kaufen und jeden Tag zu rauchen. Mein Freund ist absoluter Nichtraucher, akzeptierte die ungeliebte Tatsache aber meist (da ich oftmals auch nur 2-5 zigaretten pro tag rauchte). Im Gegensatz zu Lotte war sein Nichtrauchertum allerdings nicht der ausschlaggebende Punkt, dass ich es jetzt doch aufgegeben habe. Mich nervte einfach irgendwann diese Selbstverständlichkeit des Rauchens und die Tatsache, dass ich absolut nicht mein Leben lang rauchen will.

    Ich wollte es mir also selbst beweisen, dass ich wieder ein paar Tage ohne kann. Und siehe da, aus den paar Tagen wurden zwei Wochen, dann folgte eine halbe Zigarette und dann wieder zwei Wochen. Obwohl ich ja eigentlich gar nicht ernsthaft vorhatte, aufzuhören… Aber wenn man schon mal dabei ist und merkt, dass es im normalen Alltag eigentlich kein Problem ist, will man das ja auch irgendwie durchziehen (der Kampfgeist ist geweckt). Naja, mal sehen, ob ich wirklich schon meine letzte Zigarette geraucht habe – das glaube ich nämlich auch nicht.

  • Corinna Brod Corinna Brod

    Ich bin stolze “Gelegenheitsraucherin” und bei mir klappt das seit Jahren gut. Ich genieße gerne ab und an eine Zigarette, genieße aber auch die “Auszeiten”, die mitunter über Wochen gehen können. Für mich ist rauchen gleichbedeutend mit netten Menschen und guter Gesellschaft und vor allem mit Sommer. Drinnen rauchen kann man ja nirgends mehr … Deshalb freue ich mich schon jetzt auf Sommerabende, guten Wein, nette Gespräche und ab und an eine Zigarette dazu. Ich verabschiede mich jedesmal von den “Kippen” und freue mich, sie demnächst wieder für eine kleine luxuriöse Auszeit begrüßen zu können.

  • migisingen migisingen

    stimmt schon, ich habe auch am 04. Januar diesen Jahres nach 23 Jahren das Rauchen aufgegeben. Einerseits aus finanziellen Gründen und andererseits auch aus gesundheitlichen Gründen und es tut gut, nicht mehr dazu zu gehören. Anders war ich immer schon und bin es unter meinen nicht verständigen Freunden immer noch. Macht nichts. So ist da Leben nun mal.

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