Ich habe zusammen mit anderen 3 Jahre lang einen Teil meiner Zeit in ein mir wichtiges Projekt gesteckt. Wir haben Fortschritte gemacht und uns an den Fortschritten gefreut. Gestritten. Weitere Fortschritte gemacht und uns dann wieder an den Fortschritten gefreut. Immer weiter Zeit und Energie in das Projekt gesteckt und natürlich den Verantwortlichen davon berichtet. Diese Verantwortlichen entschieden nun, dass das Projekt beeerdigt wird.
Schneewittchensarg für eine Königin
Schneewittchen im gläsernen Sarg – das ist ein schön-trauriges Bild an das wir uns seit Kindertagen erinnern. In den Kinder- und Hausmärchen (KHM) von den Brüdern Grimm vergiftet die böse Königin Schneewittchen. Die Zwerge bahren das wunderschöne Mädchen, das aussieht als ob es schliefe, in einem gläsernen Sarg auf. Ob auch Margarethe von Dänemark dieses Bild im Kopf hatte als sie jetzt einen Sarg aus Glas in Auftrag gab?
Ein nachdenklicher Satz

Einmal mußt du es verlassen.
Über der Haustür eines alten Bauernhauses sind tief ins Holz des Balkens die Worte geschnitten:
“Ich muss es verlassen.”
Die Worte sind eine Predigt an die Vergänglichkeit. Liest man sie zum erstenmal, wird einem weh ums Herz. Dieser Satz ist wie eine Kerze, deren Flamme vom Wind zerzaust und niedergedrückt wird.
Redensarten des Abschieds: “Den Löffel abgeben.”
© Oliver Haja | pixelio
“Den Löffel abgeben.”
Wer den Tod eines Mitmenschen etwas zynisch umschreiben will, der kann auch sagen:
“Er hat den Löffel abgegeben.”
Abschied auf Raten?
Vor fast 20 Jahren trat eine Frau in mein Leben, die mir lange Zeit “beste Freundin” war. Sie zog irgendwann weg aus meiner/unserer Stadt und wir blieben einander noch eine Weile weiter verbunden. Irgendwann wurde es ihr zu nahe und sie verletzte mich mit ihrem schriftlich formulierten Ansinnen auf mehr Distanz.
Der Film meines Lebens

Filmrolle, © drx - Fotolia.com
Oder: Was bleibt? An dieser Frage reiben sich seit Jahrhunderten die Philosophinnen und Philosophen, und jede Zeit hat ihre eigenen Antworten darauf gefunden. Leben ist Bewegung, und bewegte Bilder übermitteln Erinnerung auf besondere Weise. Das öffnet den Weg für neue, spannende Ideen.
Haiti: Keine Zeit für Trauer

Haiti, © Daniele Simoncini - Fotolia.com
Das Grauen hat einen neuen Namen: Haiti. Das Erdbeben hat den Inselstaat in ein Leichenfeld verwandelt. Die verwesenden Körper zu bergen oder gar würdig zu bestatten, gestaltet sich immer schwieriger. Inzwischen werden die Leichname einfach aufgetürmt und verbrannt. Erinnerungen an eine andere Katatrophe werden wach, der Ende 2009 noch gedacht wurde – an den Tsunami.
Robert Enke: Im Tod noch Werbeträger

Das Sargmodell, in dem Robert Enke beigesetzt wurde; Foto: Bestatter Brian Müschenborn
Spätestens seit der Beisetzung am 15. November kennt ganz Deutschland den Fußballer Robert Enke. Doch nicht nur diesen. Durch die Trauerfeier rückte auch Enkes Frau Teresa, sowie seine engsten Freunde in den Blick der Öffentlichkeit. Auch der Sarg, in dem Robert Enke begraben wurde, war Blickfang für Millionen von Menschen – wurde er doch im Mittelkreis des AWD-Stadions aufgebahrt, dem Stadion von Hannover 96, und immer wieder von den Kamerateams ins Visier genommen. Das dürfte vor allem den Bestattungsinstituten gefallen haben.









